Teneriffa 2025 und 2026

Aktualisierung 15. März 2026

Wieder auf Teneriffa

20. Dezember 2025

Dieses Jahr sind wir spät auf die Insel gekommen, erst Ende November. Wir wurden von sehr schönem „Winterwetter“ empfangen, warm und blauer Himmel, nur selten wurden die Wolken über dem Orotavatal dichter und wenn, dann am Nachmittag. Nur nachts kühlt es sich ab. Aber natürlich werden wir noch Regentage bekommen, von nichts ist die Nordseite der Insel nicht so schön grün. 

Der Blick auf den Teide einmal anders.
Das sieht stürmisch aus, war es aber nicht.

Der Blick auf den Teide, wie immer.

Der Teide mit Schnee.
Nach den Regentagen (s.u.) war der Teide schneeweiß.

Die Bougainvillea und die Strelitzien auf den Terrassen blühen. Und auch der Weihnachtsstern auf der oberen Terrasse, nur haben ihn Windböen (die am Meer die Wellen über das Ufer getrieben haben) arg zerzaust. In diesem beginnenden Winter sind gleich mehrere Menschen von der Mole und Naturschwimmbecken in das Meer gezogen worden. Sie hatten die roten Verbotsflaggen und Warnungen nicht beachtet. 

Strelitzie

Weihnachtsstern

Hibiskus

Bougainvillea

Nicht typisch für die Canaren:
Winteraster, aus einem Blumenstengel gezogen

Der Regen ist jetzt da. Seit Freitag (12. Dezember) glänzt die Sonne nur zwischen zwei Regenschauern und Gewitterblitzen und es schüttet drei Tage wie aus Eimern, Tropengewitter. Auf dem Teide ist der Regen als Schnee heruntergekommen und hat dem höchsten Berg Spaniens eine weiße Haube verpasst. Aber nächste Woche soll es wieder schöner werden. Es wurde gemischtes Wetter, mal Sonne, mal Wolken und (meistens nachts) Regen.

Sturm und Regen kündigen sich an.
Während der Starkregentage am vergangenen Wochenende stand sogar der Charco unter Wasser. Das haben wir noch nie erlebt.

Im Ort gibt es einige Veränderungen. Das Regulo im Restaurant-Viertel neben dem Charco hat für immer geschlossen. Das große Herrenhaus steht verschlossen leer.  Am Charco gibt es das Café Columbus nicht mehr. Nur noch die Selbstbedienungstheke ist geöffnet, mit begrenzter Kuchenauswahl. Das gilt auch für den Bäckerstand am Restaurant Rancho Grande. Das Restaurant mit den Balkonen zur Meerseite ist geöffnet und gut besucht. Geschlossen wurde von den Erben Heinrich Meuls (der aus Köln kommend ein Restaurant-Imperium aufgebaut hatte, siehe "Spaziergang über drei Vulkane“, Link zum Bericht) auch das Café de Paris. Das „Flagschiff“ der Meulschen Restaurants, das Mesón El Monasterio soll stark verkleinert worden sein. Geschlossen ist auch das Restaurant oberhalb der Bollullo-Bucht. Bei der nächsten Wanderung zur Bollullo-Bucht müssen wir also wieder ein Stück weiter gehen, zum San Diego Grill. Das war früher oft unser Ziel, bis die Restaurant-Terrasse des Bollullo Beach bequemer zu erreichen war. 

Der Paseo Martianez.
Der grüne Rasen zwischen den Palmen ist durch weiße Steine ersetzt worden.

Die Stufen der Calle Gloria
sind mit den Roman-Titeln der Agatha Christie Romane
neu bemalt.

Die Plätze in Puerto de la Cruz sind wie jedes Jahr
mit Weihnachtssternen geschmückt.
Hier am Plaza Victor Pérez vor der Kirche San Francisco

Unseren Weihnachtsstern haben wir alle Jahre 
von der Gärtnerei El Draguito geholt.
Und wie alle Jahre haben sie ihren Polo mit Weihnachtssternen geschmückt.

In unserem Viertel La Paz hat sich nicht so viel verändert. Im Blacksea-Restaurant (nach wie vor ganz gut) und im Delhi Darbar (nach wie vor sehr gut) waren wir gleich zu Anfang. Als nächstes werden wir zu Manuela in die Tiroler Alm gehen. Ansonsten essen wir nach wie vor am liebsten zu Haus. Der Mercadona-Supermarkt mit nach wie vor gutem Fisch und Gemüse ist gleich in der Nähe. Gegenüber ist der Supermarkt Trebol. Wir sind gut versorgt.

Gegenüber dem Botanischen Garten,
Black Sea und Delhi Darbar.

Weihnachtsschmuck im Garten unserer Wohnanlage.
Jedes Jahr verwandelt der Gärtner den Springbrunnen
 in eine Weihnachtsstern-Pyramide.

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Wanderung nach San Pedro
18. Dezember 2025

Wanderung ab Rumantica I nach San Pedro - 6 Kilometer

Wanderung mit Karl-Heinz und seiner Frau Gloria von Romantica I nach San Pedro. Anders als bei früheren Wanderungen haben wir die Wanderung nicht am ehemaligen Hotel Maritim begonnen, sondern in Romantica I. und haben die Absperrung des ersten Teils des Sendero Rambla de Castro beachtet.

Fortin de San Fernando

 Siehe dazu den Wanderbericht:

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Wanderung zum Taoro
21. Dezember 2025

Kleine Wanderung zum Taoro und über den Hafen zurück.


Siehe dazu den Bericht:

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Weihnachten 

Weihnachten gab es traditionell Ente. Dieses Jahr nur zwei. Wir waren eine kleine Runde mit Nenita und Ulrike. Die Reste wurden wie immer zu einem Enten-Rillettes verarbeitet.



Weihnachtsstimmung in Puerto




Concertio de Christina am Charco

Neues Jahr 2026

Dieses Jahr waren zu Silvester erst Ruth und Jürgen auf der Insel. Mit ihnen und Nenita waren wir eine kleine Silvester-Runde. Trotzdem gab es den traditionellen Heringssalat (norddeutsch mit Roter Beete und ohne Rindfleisch), gebeizten Lachs und Kartoffelsalat mit Würstchen. Wir haben zweimal auf das neue Jahr angestoßen. Um 23 Uhr kanarischer Zeit auf das neue „deutsche“ Jahr und um 24 Uhr kanarischer Zeit auf das „spanische“ neue Jahr. Leider haben wir keinen Rundfunksender gefunden, der die 12 Glockenschläge der Hauptuhr an der Madrider Puerta del Sol übertrug, so dass wir unsere 12 Glücks-Weintrauben nicht mit jedem Glockenschlag essen konnten. Zu jedem Glockenschlag eine Weintraube zu essen bringt Glück und Wohlstand für jeden Monat des neuen Jahres. Wir mussten also für die „doce uvas de la suerte“ improvisieren.

Abendstimmung am ersten Tag im neuen Jahr

Der Jahreswechsel ist diesmal regenreich. Es hat öfter geregnet und es regnet immer noch, immer wieder Regenschauer. Wandern ist erst einmal nicht angesagt. Bei Regen macht das keinen Spaß und dann sind die Wege auch noch eine Weile aufgeweicht. Warten, bis es wieder besser wird.

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Unser regelmäßiger Spaziergang
16. Januar 2026

Wenn wir keine größere Wanderung machen, gehen wir möglichst jeden Tag eine Runde um La Paz.

Spaziergang La Paz - 3,5 Kilometer

Siehe dazu den Bericht:

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Ein Mönchssittich vor unserer Haustür

Ein Pärchen wenig später an einer Palme

Einige Jahre waren sie "verschwunden", jetzt streifen sie wieder laut kreischend herum. Mönchssittiche sind ursprünglich in Südamerika heimisch. Die hier auf Teneriffa frei herumfliegende Papageienart stammen vielleicht von aus dem Loro entwichenen Exemplaren ab. Mönchssittiche bauen in Bäumen und Palmen große Gemeinschaftsnester. Dies ist eine Besonderheit unter den Papageienvögeln, die in der Regel Höhlenbrüter sind.
Eine andere Papageien-Art, die es auf Teneriffa nicht nur im Loro-Park gibt, sind die Halsbandsittiche (die sich durch einen Farbstreifen am Hals von den anderen Sittichen unterscheiden). Sie oder die Mönchssittiche (?) bevölkern inzwischen auch europäische Großstädte, nicht nur Köln und Düsseldorf. In London sollen es nach einem Bericht der GEO-Zeitschrift 70.000 Exemplare sein. Da sind die zwei- bis dreitausend Sittiche in Köln noch überschaubar. 
Der von Wolfgang Kiessling aus Köln 1972 gegründete Loro-Park auf Teneriffa bringt es inzwischen auf 350 unterschiedliche Papageienarten.

Unser "Haustier"  - ein Kanarengecko
Er gehört zu den Blattfingergeckos und ist auf Teneriffa La Palma heimisch. 

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Der Teide mit Schnee- und Wolkenhaube
(21. Januar 2026)

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Spaziergang zur Mole
26. Januar 2026

Die Küste der Altstadt von Puerto de la Cruz wird durch eine Mole geschützt, die vom Hafen bis zur Playa Jardin führt. Auf ihr atmet man die salzdurchtränkte Seeluft wie bei einem Gradierwerk ein. Man schmeckt das Meersalz auf den Lippen. Allerdings muss man aufpassen, dass die Wellen nicht über die Mauer kommen. Bestenfalls wird man durchnäßt. Es hat auch schon Unfälle mit tödlichem Ausgang gegeben, wenn Besucher alle Warnung in den Wind geschlagen haben. Auf jeden Fall sollte man Schuhe mit fester Sohle anhaben. Das Salzwasser wäscht die Oberfläche der Schutzmauer-Betonklötze immer mehr aus, immer spitzer werden die stehenbleibenden Steinsplitter.

Küstenwanderung nach Punta Brava, 9 Kilometer


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Wanderung um den Golfplatz Buenavista
30. Januar 2026

Wanderung um den Golfplatz - 6 Kilometer 

Der Sendero de las Salinas ist mit dem Golfplatz in Buenavista zwischen dem Golfplatz und den Klippen der Küste angelegt worden. Ein Weg, den wir schon oft gegangen sind. Nach dem Restaurant El Burgado gehen wir auf der Nordseite des Golflptzes zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz am Cementario von Buenavista. Abschluß im Restaurant El Mundial bei Los Silos.


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17. Februar 2026

Die Ziegen sind wieder da.
(Hier auf der Brachfläche unterhalb von Mercadona)
Wir hatten sie schon vermisst, die Ziegenherden, die in der Umgebung von Puerto de la Cruz über die Brachflächen ziehen. Über Winter werden die Herden reduziert (und die Ziegen kommen als carne cabra auf den Tisch). Im Frühjahr kommen dann die Lämmer und vergrößern die Herden. Dieses Jahr haben die Ziegenherden auf sich warten lassen, obwohl das Grünzeug Dank des vielen Regens auf  den unbearbeiteten Landflächen üppig gewachsen ist. 

Ein kleines Zicklein ist geboren.
Bei meinem Weg zum Mercadona über die Brachfläche unterhalb des Supermarktes treffe ich auf die Ziegenherde. Auf dem Weg sehe ich abseits der Herde eine einzelne Ziege. Beim Näherkommen entdecke ich, das vor der Ziege ein kleines Zicklein liegt, wohl gerade geboren. Ich gehe im Bogen um die beiden herum, um nicht zu stören. Auf dem Rückweg bin ich dann neugierig und gehe den gleichen Weg zurück. Die Ziege steht noch immer am gleichen Platz. Neben ihr steht das neugeborene Zicklein schon auf seinen vier Beinen und lässt sich von der Mutter trockenlecken. 

Zwei kleine Ziegenböcke wollen ihre Kräfte messen.

Oft beobachtet: Wo Ziegen sind, sind auch Seidenreiher.
Die Ziegen scheuchen Insekten auf, eine leichte Beute für die Seidenreiher. In dieser Saison haben wir viele Seidenreiher beobachten können. Größere Reiher (Silberreiher oder Kuhreiher?) gab es hier schon immer. Sie nisten in der Ladera de Tigaiga und fligen über unsere Wohnanlage zum Fischen an die Küste. Manchmal machen sie auch an dem kleinen Wasserlauf im Garten halt und dezimieren den Bestand an Goldfischen. 

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17. Februar 2026

 
Gemeinschaftsgarten El Durazno
In Deutschland sind Kleingartenanlagen, auch als Schrebergärten bekannt (nach dem Arzt und Pädagogen Daniel Gottlieb Moritz Schreber aus Leipzig so benannt), recht häufig anzutreffen. In Spanien sind es die Huertos comunitarios, die aber nicht sehr verbreitet sind. In Puerto de la Cruz habe ich bisher noch keine Anlage gesehen. Die jetzt in unserer Nachbarschaft eröffnete Anlage dürft darum die erste in Puerto sein. 30 Parzellen sollen hier entstehen. Eingezäunt ist die bisher ungenutzte öffentliche Fläche schon. Familien sollen sich hier durch Eigenanbau mit frischem Gemüse versorgen und eine Gemeinschaft bilden.

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Wanderung über den Taoro und Las Arenas
21. Februar 2026

Wanderung Taoro und Las Arenas - 11 Kilometer

Drei erloschene Vulkane gibt es im Orotava-Tal. Über zwei führte unsere kleine Wanderung, den Montana Taoro und den Montana Las Arenas. Der Las Arenas heißt auch Montana la Horca, der Galgenberg.


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Ausflug nach La Caleta und Alcalá
2. März 2026

Die Bucht von Alcalá

La Gomera ist zu sehen

Steinwälzer
Steinwälzer suchen ihre Nahrung unter kleinen Steinen am Strand, die sie umwälzen. Daher der Name. Es sind Zugvögel, die den Winter auf den Kanaren  (und am Mittelmeer) verbringen. Während der Brutzeit sind die Vögel in den Küstengebieten der Arktis, z.B. in Grönland, anzutreffen. 

La Caleta
Nordseite der Bucht

Blick auf Costa Adeje mit der Caldera del Rey.
Die Caldera, eine große Kratersenke, ist durch den Einsturz der Vulkan-Magmakammer entstanden. Die Senke  im Inneren des Kraterrandes wird landwirtschaftlich genutzt. Auf GoogleMaps kann man die Felderstruktur gut erkennen.

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Ausflug Santa Cruz

12. März 2026

Wir mussten unseren Saug-Roboter zur Garantie-Reparatur in den MediaMarkt in Santa Cruz bringen (in Spanien ist die Garantiezeit 3 Jahre und nicht wie in Deutschland 2 Jahre) und haben das für einen kleinen Ausflug genutzt. Der MediaMarkt ist im Einkaufszentrum Nivaria Center, gegenüber dem Corte Inglés. 

El Corte Inglés ist die größte Einzelhandelsgruppe in Spanien und Portugal mit 83 Kaufhäusern. Der Name der Kaufhauskette „Der englische Schnitt“ stammt von einer Schneiderei für Kinderbekleidung, die 1890 in Madrid gegründet wurde. 1940 übernahm Ramón Areces Rodrígues die Schneiderei und entwickelte sie zu einem Kaufhaus nach dem Vorbild des kubanischen Kaufhauses El Canto, dass sein Onkel leitete. Der Onkel, in Kuba zu Reichtum gekommen, u.a. war er an der Gründung der Banco Hispano Americano beteiligt, unterstützte die Kaufhausgründung seines Neffen in Madrid. Das Unternehmen gehört heute mehrheitlich einer von Ramón Areces gegründeten Stiftung und weiteren Erben. 

Der Name des Kaufhauses Nivaria ist der römische Name für Teneriffa, abgeleitet von dem lateinischen „nivis“ für Schnee, der Ort an dem es Schnee gibt, gemeint ist der Schnee auf dem Teide. Schon im 1. Jahrhundert n.Chr. veranlasste ein Freund des römischen Kaisers Augustus, König Juba II. von Mauretanien, eine Expedition, um die damals geheimnisvollen Inseln zu erkunden. 

Ein Wolfmilchgewächs auf Teneriffa ist nach dem König benannt, die König-Juba-Wolfsmilch (Euphorbia regis-jubae). Die Gattungsbezeichnung Euphorbia soll von dem Namen des Leibarztes König Jubas, Euphorbos, abgeleitet sein, der die medizinischen Eigenschaften der Pflanze im Atlas Gebirge entdeckt habe. 

Eigentümer des Nivaria Center ist der indisch-stämmige Unternehmer Shyam Aswani.  Er ist u.a. auch Präsident der Hindu-Gemeinde Asociación Hindú Tenerife Sur. 

Das Auditorio de Tenerife wurde 2003 als Konzerthalle eröffnet. Es ist ein spektakulärer Bau, der mit seinem geschwungenen Dach seitdem das Wahrzeichen von Santa Cruz ist. Wir waren während unserer Zeit auf Teneriffa öfter zu Konzerten und Opernaufführungen dort. Das Orquesta Sinfónica de Tenerife ist eines der besten spanischen Sinfonieorchester. Seit 2011 trägt das Auditorio den Namen des ein Jahr zuvor verstorbenen Präsidenten der Regierung der Kanarischen Inseln, Adán Martin Menis. 

Die Außenhaut ist mit Trencadís verkleidet,
Millionen Bruchstücke zerbrochener weißer Kacheln.
Es ist eine Erinnerung an den katalanischen Architekten Antonio Gaudi,
der diese Technik angewandt hat.

Der Architekt des Auditorio ist Santiago Calatrava Valls (1951 in Valencia geboren). Nach seinem Architektur-Studium hat er in Zürich an der ETH Bauingenieurwesen studiert. Das wirkte sich auf seine Architektur aus. Seine Bauten, darunter viele Brücken, sind technische Meisterleistungen. Außer dem Auditorio hat er u.a. in Barcelona die Pont Calatrava, die Zubizuri-Brücke in Bilbao (über die wir auch schon gegangen sind), in New York das Bahnhofsgebäude des neuen World Trade Centers gebaut. In Berlin stammt die Architektur der Kronprinzenbrücke im neuen Regierungsviertel von Calatrava. 

Das Auditorio wurde am Rand eines in den 1980er Jahren entwickelten neuen Stadtteils mit Regierungsgebäuden und Einkaufszentren (u.a. das Corte Inglés) südlich der Altstadt gebaut. Gleich daneben befindet sich die Festung San Juan Bautista. Nördlich des Auditoriums beginnt der moderne Hafendistrikt. Südlich des Auditorios und der Festung wurde die Badelandschaft Parque Maritimo César Manrique und auf einer ehemaligen Müllkippe ein Palmengarten angelegt. Die ebenfalls im Nahbereich gelegene Ölraffinerie ist inzwischen geschlossen und soll zu einem neuen Stadtteil entwickelt werden. 


Ermita de Nuestra Senora de Regla
am Rand des neuen Stadtviertels.
Sie war die Kapelle des nahegelegenen Castillo San Juan Bautista
und ist das letzte Überbleibsel des alten Stadtteils Los Llanos.

Die Festung San Juan Bautista (Johannes der Täufer) stammt aus dem 17. Jahrhundert und war Teil der Küstenverteidigung. Sie wurde 1644 fertiggestellt, 1765 kam der zylindrische Wehrturm dazu. Bis 1924 war es eine Militärfestung. Gebaut wurde die Festung aus schwarzem Vulkangestein, was zu dem gebräuchlichen Namen Castillo Negro führte. Eine weitere Festung, das Castillo de San Christóbal, befand sich am heutigen Platz Plaza España. 1928 wurde die Burg abgerissen, um die Plaza zu bauen. 1797 hatte der berühmte englische Admiral Nelson versucht, Santa Cruz zu erobern. Mit den beiden Festungen konnte der Angriff abgewehrt werden. 

Das Castillo Negro.
Getrennt davon wurde das Pulverlager errichtet.

Die "Escultura movil"
wurde von Cesar Manrique bereits 1991 entworfen
und 2000 von Aquilino Dorta Pérez ausgeführt.

Santa Cruz war ursprünglich der Hafen der Inselhauptstadt La Laguna (ähnlich wie Puerto de La Cruz und La Orotava). Bedeutender waren die Anlegestellen an der Nordküste der Insel, Garachico und der Puerto de la Orotava (heute Puerto de la Cruz). Nach der Verschüttung des Hafens von Garachico durch einen Vulkanausbruch 1706 und der Verlegung der Inselhauptstadt von La Laguna nach Santa Cruz 1723 wurde Santa Cruz der Haupthafen der Insel. Die Hafenanlagen erstrecken sich rund 10 Kilometer entlang der Küste. Hauptteile sind der Containerhafen mit über 10.000 Container-Stellplätzen, der Fischereihafen mit Kühlhäusern und Fischverarbeitungsbetrieben und der Passagierhafen für Kreuzfahrtschiffe und Fähren. 

Der Hafen ist auch ein Zentrum 
für die Wartung und Reparatur von Bohrinsel-Plattformen.

Der Parque Maritimo César Manrique mit mehreren Schwimmbecken wurde 1995 eröffnet. Es ist eines der letzten Planungen des Malers, Bildhauers und Projektgestalters César Manrique Cabrera aus Lanzarote, der vor der Eröffnung der Anlage 1992 auf Lanzarote starb. In Puerto de la Cruz hat er den Lago Martiánez und die Playa Jardin entworfen. 

Der Palmenpark, das Palmetum Santa Cruz de Tenerife, wurde von 1995 bis 2014 auf einer ehemaligen Müllkippe angelegt. Es ist ein botanischer Garten, der auf Palmengewächse spezialisiert ist. Etwa 600Palmenarten wurden angepflanzt. Darunter die auf Teneriffa endemische Kanarische Dattelpalme.  Weltweit gibt es über 2.500 Palmenarten. Es ist eine der größten Palmen-Sammlungen weltweit. Neben den Palmen wachsen hier auch über 3.000 andere Pflanzenarten. 

Das Palmetum hinter dem Parque Maritimo

Die Erdölraffinerie nahm 1930 als erste spanische Raffinerie den Betrieb auf. Seit 2014 sind die Anlagen außer Betrieb. 2022 hat der Rückbau begonnen. Betreiber war die 1929 gegründete Compañía Española de Petróleos, S.A. (Cepsa). Das Rohöl kam aus den USA und Venezuela. Die Cepsa betreibt das drittgrößte Tankstellennetz in Spanien. Die Aktien gehören heute zu 2/3 einem Staatsfond aus Abu Dabi und zu 1/3 einer Beteiligungsgesellschaft aus den USA.


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